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Geppertsiedlung und Quellenstraße – Bilder

Bild 1: Die Quellenstrasse um 1960, im Vordergrund die heutige Münchner Strasse vor dem Ausbau noch ohne Bebauung rechts und links.
Bild 2: Mühl- und Keltenweg; oberhalb verläuft die Feldkirchner Straße, vor dem Ausbau, östlich davon noch keine Bebauung – Waldrand;
Bild 3: Luftbild von Osten mit Blick auf die Quellenstraße; im Vordergrund Lena Christ-Straße; über Gleise und Lokschuppen;

„Geppertsiedlung“ und „Mühlthal“

In den Jahren 1957 und 1958 wurden zwei weitere Siedlungen mit jeweils 13 Baugrundstücken genehmigt:

Die Siedlung an Mühl- und Keltenweg westlich der Feldkirchner Straße, die bis zur Straßenbenennung von 1959 nach einem der beteiligten Grundbesitzer „Geppert-Siedlung“ hieß und die Siedlung auf einem Grundstück der Elektrogenossenschaft Frauenreuth im Mühlthal, die heutige Quellenstraße.

Beide Siedlungen waren im Wirtschaftsplan von 1952 nicht verzeichnet oder geplant. Da die Gemeinde sich immer noch nicht zum “Wohnsiedlungsgebiet” erklärt hatte, auch wenn das Landratsamt jedes Jahr deutlicher darauf drängte, konnten diese relativ kleinen und relativ weit außerhalb der bestehenden Bebauung liegenden Siedlungen genehmigt werden. Die Erklärung zum “Wohnsiedlungsgebiet” hätte die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans mit nur daraus abzuleitenden Bebauungsgebieten zur Folge gehabt und der Spielraum der Gemeinde, Bauland auszuweisen, wäre geringer gewesen.

Als Einwand gegen die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes galt der Gemeinde, dass die hohen Kosten der Planung nicht aufgebracht werden könnten – der unbedingt nötige Schulhausneubau im Jahre 1957 hatte die Finanzen der Gemeinde tatsächlich sehr erschöpft –   aber auch damit, dass viele Grundstücke schon  längst verkauft seien und man den Bauwilligen nicht zumuten könne noch länger zu warten oder gar Gefahr zu laufen, dass ihr Grundstück plötzlich nicht mehr in den Grenzen eines gültigen Bebauungsplanes liege.

Dies traf auf jedenfall auf die Grundstücke der Quellenstraße zu, die schon in den Jahren 1954 bis 1955 von der Elektrogenossenschaft Frauenreuth an Bauwillige verkauft worden waren. Damals betrug der Kaufpreis – aufgrund der Preisbindung für Grundstücke –  2 DM, auf den die Käufer noch einen freiwilligen Betrag von 3 DM zahlten, um ungefähr an den damals ortsüblichen Preis von 7-8 DM heranzukommen.

Die Einfahrt zur Quellenstraße war bei Baubeginn über den Balkhamer Weg hin geplant, die heutige Ein- und Ausfahrt war vor dem Ausbau der St 2079 nur ein schmaler Feldweg. Dieser Weg über Balkham wurde aber nie benutzt, zum einen weil er nicht ausgebaut werden konnte, da Grundstücke bereits verkauft waren, zum anderen weil er in “noch schlechterem Zustand” war als die Ausfahrt auf die Staatsstraße. Während das Straßenbauamt lang auf einen Ausbau des Balkhamer Weges drängte, da er Grundlage des Baugebietsausweisung gewesen sei, hielt die Gemeinde dagegen, dass Grundstücke nicht vorhanden, Kosten zu hoch und die Akzeptanz dieses Weges bei den Bewohnern der Quellenstraße nicht vorhanden wäre.

Erst  im Jahr 1965 einigte man sich pragmatisch und veränderte die Verkehrsführung und Beschilderung, um die Gefährlichkeit der Ausfahrt zu verringern.

 

 

Andere, im Wirtschaftsplan von 1952 geplanten Siedlungsgebiete, wie zum Beispiel das sehr große Areal am Hang oberhalb der Kastenseestraße konnten nicht realisiert werden, weil Besitzer zum Teil gar kein Interesse am Verkauf ihrer landwirtschaftlichen Grundstücke hatten, oder weil das Landratsamt schwerwiegende Bedenken wegen Wasserversorgung und Kanalisation hatte. So nutzte die Gemeinde für den dringend benötigten Wohnungsbau gerne die Angebote einzelner Grundstückbesitzer, zumal wenn sie sich so bereitwillig zu Übernahme von Straßenbau und Erschließungskosten verpflichten ließen, wie die Grundbesitzer Wilhelm Geppert und Josef Seidl.

“Geppertsiedlung” ca.1960                                                   Quellenstraße ca.1960      Bilder: F.Hintermaier/Archiv

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Am Kupferbach

“Lanzenberger Siedlung“ – Am Kupferbach

In einem ersten, 1952 aufgestellten, Wirtschaftsplan waren die Flächen zwischen Moosacher und Zinneberger Straße, ein Teil des „Bäckerberges“ gegenüber, einige Flächen innerorts, der heutige „Postanger“, Flächen entlang des Grottenweges und eine große Siedlungsfläche auf dem sog. Wäslerfeld am Hang oberhalb von Grottenweg und Kastenseestraße und eine Fläche westlich des Klosterwegs als zukünftige Bebauungsgebiete angedacht.

Bebauungsplanung 1952

Diese Planung entsprach allerdings offensichtlich nicht der Realität, da viele der Grundbesitzer diese landwirtschaftlich genutzten Flächen gar nicht verkaufen wollten, während andererseits an anderen Stellen große Flächen zum Verkauf angeboten wurden. Ziele des Wirtschaftsplanes waren zuallererst: „Baugebiete für den sozialen Wohnungsbau, d.h. zur Behebung der Wohnungsnot auszuweisen“, aber andererseits „Gebiete in bevorzugter landschaftlicher Lage für die Errichtung von Landhäusern zu finden“  sowie „Flächen zu finden, auf denen zusätzliche Gewerbebetriebe errichtet werden können, damit einerseits die Arbeitslosigkeit behoben werden kann und andererseits die große Zahl der Auspendler herabgesetzt wird“. Da die Gemeinde sich erst 1960 als Wohnsiedlungsgebiet erklärte, hatte sie bei der Ausweisung von Baugebieten relativ viel Spielraum und war nicht so stark an die Vorgaben einer Planung gebunden.
Noch war auch das Problem der Abwasserbeseitigung nicht drängend, die gesetzlichen Vorgaben erlaubten immer noch eine Ableitung der Abwässer nach Klärung in eigener Faulgrube o.ä. in die Glonn, bzw. Kupferbach. Erst ab 1960 begann das Landratsamt Bauplanungen mit der Auflage einer geordneten Abwassserentsorgung zu verknüpfen und auch die Planung einer zentralen Abwasserbeseititung mit Kläranlage wurde immer deutlicher angemahnt.

Von 1956 bis Anfang 1961 wurden so genehmigt und erschlossen die „Lanzenberger Siedlung, „Die Quellenstraße“ (Siedlung Mühlthal), die sogenannte „Geppert Siedlung“ (Mühl- und Keltenweg), ein Teil der Forellenstraße , die Siedlung in Haslach und (Alt)-Wetterling. Die erste in dieser Reihe war die damals so genannte „Lanzenberger Siedlung“, heute „Am Kupferbach“.

Kupferbach Siedlung von Haslacher Strasse aus Fotos:Hintermaier/Archiv Glonn                                       zur Bildergalerie

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Gemeinderat am 28.6.1956  befürwortete die Gemeinde den Antrag des Grundstückbesitzers August Lanzenberger auf Ausweisung und Erschließung eines Baugebietes auf Flurnummer 266. Hier sollten 16 bis 20 neue Häuser entstehen, bereits am 10.12.1956 wurde der Bebauungsplan genehmigt und die Gemeindeverordnung zur Bebauung stand im Feb 1957. Als Straßennamen wurde am 12.6.1957 der Name „Am Kupferbach“ bestimmt. Der (mutmaßlich) erste Bauantrag für Hausnummer 1 wurde im Juli 1957 gestellt.

 

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Siedlungsbau in Glonn ab 1949

Zinneberger Siedlung
Am Kupferbach
Mühlweg und Keltenweg
Quellenstraße
Forellenstraße/Mühlthal
Wetterling
Haslach
Grottenweg/Hochfeld
An der Feldkirchner Strasse/MattenhofenerSiedlung
Am Berg
Am Kugelfeld
Am Schmiedberg
Seestall
Herrmannsdorfer Landwerkstätten
Ortsmitte Nord
“Südlich der Zinneberger Straße”- Adolf-Kolping-Straße
Westlich der Kastenseestraße
Steinhausen
Wetterling – Spitzentränkbogen
“Südlich der Rotterstraße” – Bernesterfeld
Postanger
Zwischen Rotter und Wolfgang-Koller-Straße
Nördlich der Rotter Strasse – Franz Kaltner-Straße
Schlacht

 

 

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