Aktuelle Infos von Bürgermeister Josef Oswald

Juli, 2021
Liebe Glonnerinnen und Glonner,

in der Mai Sitzung hat der Marktgemeinderat den Haushalt 2021 und die Finanzplanung bis 2024 beschlossen. Basis dieser Planungen ist wie immer die aktuelle Finanzsituation und diesmal viele Annahmen wie sich die Einnahme- und Ausgabesituation entwickeln wird. Aufgrund von Corona ist dies zwangsweise mit deutlich größeren Unwägbarkeiten als in normalen Jahren verbunden. Das Risiko großer Abweichungen ist deutlich höher als normal. Zudem ist unklar was aufgrund neuer „Bürgerrechte“ (z.B. gesetzlicher Betreuungsanspruch der Kinder im Grundschulalter) bzw. Wahlversprechen aufgrund der Bundestagswahlen auf die Gemeinden zukommt. Dies kann, selbst wenn die Einnahme- und Ausgabesituation stabil bleiben sollte, massive Auswirkungen auf die Planungen der nächsten Jahre vor allem im Bereich der freiwilligen Leistungen haben.

An Großprojekten beinhaltet der Haushalt und die Finanzplanung, bei einer um ca. 700.000 € höheren Verschuldung Ende 2024, neben der Generalsanierung der Mittelschule (ca. 1,9 Mio €), den Bau eines Feuerwehrhauses mit Sozialwohnungen (ca. 6 Mio €), den Bau eines Rettungsdienstgebäudes (ca. 1,4 Mio €), Teilbetrag für den Hochwasserschutz südl. Glonn (ca. 3,2 Mio €), Verbesserung der Wasserversorgung (ca. 1 Mio €), Erweiterung der Kinderbetreuung (ca. 2,5 Mio €) und einen Teilbetrag in Höhe von 4,7 Mio.€ für den Bau einer Turnhalle, auch Sanierungs- bzw. Baukosten für Straßen und Gehwege in Höhe von 1,5 Mio €. Erstmalig wurde ab dem Jahr 2022 jährlich ein Betrag von 200.000 € für Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung mit aufgenommen. Inwiefern sich all dies mit den laufenden Betriebskosen im Bereich der Infrastruktur (z.B. Straßen, Gehwege, Wasser, Abwasser .. ) und den anderen großen Kostenblöcken wie Kreisumlage, Kinderbetreuung und Personalkosten umsetzen lässt, wird man sehen. Ebenso wird der Gemeinderat nach der Erstellung des ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) entscheiden müssen inwiefern Prioritäten im Bereich der freiwilligen Leistungen modifiziert werden müssen.

Ich persönlich befürchte weniger Veränderungen bei den eigenen Einnahmen und Ausgaben als die vermutlich deutlich ansteigenden Ausgaben auf Ebene des Landkreises bzw. des Bezirks. Es ist damit zu rechnen, dass die Gemeinden zukünftig höhere Kreisumlagen (in 2021 ca. 2,8 Mio €) bezahlen müssen. Dies wirkt sich enorm auf die freiwilligen Leistungen aus. Aufgrund der Rücklagen können 2021 die geplanten Projekte umgesetzt werden und es war auch möglich im Planungszeitraum den Bau eines Rettungsdienstgebäudes, welches an den Betreiber vermietet wird, neu aufzunehmen, sowie für das Wunschprojekt Turnhalle um 1,7 Mio € mehr einzuplanen. Insgesamt eine für Glonner Verhältnisse sehr mächtige und erfreuliche Finanzplanung, aber mit überdurchschnittlich vielen Unwägbarkeiten verbunden. Wollen wir das Beste für uns hoffen und weiterhin zuversichtlich mit Elan an unserer gemeinsamen Zukunft arbeiten.

In der Hoffnung und Zuversicht, dass die „Corona Fälle“ auf niedrigem Niveau bleiben und die Einschränkungen weiter zurückgenommen werden, wünsche ich Ihnen von Herzen Gesundheit, sowie eine schöne, erholsame Ferien- und Urlaubszeit.

Ihr Josef Oswald, 1. Bürgermeister