Aktuelle Infos von Bürgermeister Josef Oswald

Liebe Glonnerinnen und Glonner,

der Marktgemeinderat hat sich im Dezember mit einem Antrag zur Klimaverantwortung beschäftigt. Inhaltlich ist dieser Antrag ähnlich den vielfach behandelten Anträgen zum Klimanotstand, welche oft in größeren Gemeinden bzw. Städten gestellt wurden. Nach einer ausführlichen Diskussion stimmte der Marktgemeinderat mehrheitlich dem Antrag zu. Diskussionspunkt war dabei weniger das generelle Bestreben  oder Ziel Energie/Ressourcen einzusparen, sondern mehr inwiefern einige Punkte des Antrags dem Ziel einer pragmatischen Umsetzung wirklich dienen.

Letztendlich geht es darum weniger Energie bzw. Ressourcen zu verbrauchen und den Verbrauch möglichst regenerativ zu erzeugen. Der Einfachheit halber wird dies sehr oft in Tonnen CO2 Äquivalenten angegeben. Der Gemeinde ist diese Thema schon seit Jahren wichtig und bezieht ausschließlich regenerativ erzeugte Energie für seine Liegenschaften. Die benötigte Wärme wird von einer Hackschnitzelheizung bzw. Pelletheizung und der benötigte Strom wird über das EBERWERK (https://www.eberwerk.de/produkte/eberstrom ) von regionalen Erzeugern bezogen. Darüber hinaus ist es gelungen den gemeindlichen Strombedarf im Jahr 2018 gegenüber dem Energienutzungsplan 2014 um 27% zu reduzieren, obwohl lediglich ein Einsparpotential von 15% prognostiziert wurde. Beim Wärmeverbrauch konnten in diesem Zeitraum 21% eingespart werden. Ich bin mir sicher, dass wir mit der energetischen Sanierung der Mittelschule, welche gerade begonnen hat, mindestens die restlichen 9% der prognostizierten Einsparung des Energienutzungsplanes 2014 zusätzlich einsparen werden. Somit ist der Markt Glonn mit seinen Liegenschaften auf einem guten Weg.

Allerdings wird die Klimawende niemals gelingen, wenn nicht alle Privatpersonen und Betriebe ebenso aktiv werden. Auch hier gibt es positive Beispiele. Die statistischen Werte zeigen aber ein anderes Bild. So steigen z.B. regelmäßig die Fluggastzahlen oder Zulassungen großer Autos, obwohl zeitgleich das Thema Energiewende einen sehr großen Raum in den Medien und der Bevölkerung einnimmt. Hier passen somit die Worte und Forderungen gegenüber Dritten nicht zum konkreten persönlichen Handeln. Wichtig ist es den Worten auch Taten folgen zu lassen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten Energie einzusparen ohne an Lebensqualität zu verlieren. Hier wäre es schön, wenn wir alle gemeinsam unnötigen Verbrauch reduzieren. Dies kann jeder im Kleinen z.B. durch eine Reduzierung der Raumtemperatur, richtiges Lüften, Beachtung der energetischen Werte bei Neuanschaffungen, im Ausschalten von nicht benötigten Verbrauchern, einer längeren Nutzungszeit von Waren oder auch bewusstem Verzicht erreichen. Natürlich sind auch größere Maßnahmen wie energetische Sanierungen und die Erzeugung regenerativer Energien (z.B. PV Anlage mit Eigenverbrauch) notwendig um bei der Energiewende einen weiteren großen Schritt voran zu kommen. Es ist wichtig, notwendig und wünschenswert, wenn jeder von uns versucht zur Energiewende seinen Teil beizutragen.

In diesem Zusammenhang denke ich auch das „Bienen Volksbegehren“. Hier haben sich im letzten Jahr viele Bürgerinnen und Bürger eingetragen. Auch hier wäre es sehr wünschenswert, wenn es nicht bei den Eintragungen bleibt und andere (z.B. Landwirte) den Auftrag zur Umsetzung bekommen. Viel wichtiger wäre es, wenn alle ihren Teil beitragen. Auch hier wollen wir Sie unterstützen. Sie haben die Möglichkeit sich kostenlosen Blumensamen an der Pforte oder bei Frau Gräf ab Anfang April abzuholen. Ich würde mich freuen, wenn so noch mehr Flächen in Glonn blühen würden. Weitere Informationen finden Sie hierzu in diesem Marktschreiber.

Ihr Josef Oswald