Aktuelle Infos von Bürgermeister Josef Oswald

März, 2021
Liebe Glonnerinnen und Glonner,

im Frühjahr, wenn die Pflanzen ihr Wachstum beginnen, ist es „draußen“ sehr schön und viele Bürgerinnen und Bürger erfreuen sich an der Natur – insbesondere in diesen Corona Zeiten. Oft werde ich auch von Ortsfremden angesprochen, dass die Landschaft in Glonn sehr schön ist und sie deshalb Ausflüge nach Glonn machen. Hierauf können wir stolz sein.

Dabei werden sehr oft auch landwirtschaftliche Wirtschaftswege, welche in der Unterhaltspflicht der Landwirte liegen, für Spaziergänge und Radfahrten genutzt. Hier leisten, wenn man es so sehen möchte, die Landwirte einen Dienst für die Allgemeinheit. Daher sollten wir in unserer Freizeitgestaltung auch auf die Belange der Landwirte Rücksicht nehmen. Für landwirtschaftlich genutzte Flächen besteht ein Betretungsverbot innerhalb der Vegetationsperiode. Dies gilt in der Zeit zwischen Saat und Ernte, bei Grünland in der Zeit des Aufwuchses und der Beweidung. In dieser Zeit sollten wir die Flächen, auf welchen unsere Nahrungsmittel erzeugt werden, nicht betreten und auch Mitmenschen darauf ansprechen, sofern diese das Betretungsverbot nicht beachten. Es ist aber genauso wichtig, dass dies auch für unsere Haustiere eingehalten wird. Insbesondere Hunde, welche frei laufen, verursachen oft Ärger bei den Landwirten. Auf dem Feld buddeln Hunde gerne Löcher und können dadurch Schäden an Pflanzenbeständen und landwirtschaftlichen Maschinen verursachen. Viele Hundebesitzer sind sich ggf. nicht bewusst, dass der Hundekot Nahrungs- und Futtermittel verunreinigt. Zudem kann die Verschmutzung bei Rindern zu Fehlgeburten führen.

Auf (öffentlichen) Flächen arbeiten auch Menschen, für die es unzumutbar ist, sich zwischen den „Hundehaufen“ zu bewegen. Insbesondere bei der händischen Mahd ist es alles andere als ein Vergnügen, wenn z.B. mit der Motorsense in den Hundekot gemäht wird. Hier sollte sich jeder für sich persönlich überlegen wie erfreut er von einer derartigen Situation wäre. Das sollte auch niemand seinen Mitbürgern zumuten.

Ich bitte daher auch die restlichen Hundebesitzer sich die Mühe zu machen und den Hundekot korrekt zu entsorgen. Dafür sollen die Hundetoiletten und nicht die normalen Abfalleimer genutzt werden. Insbesondere die Abfalleimer an Spielplätzen sind nicht für Hundekot.

Letztendlich geht es, wie in vielen Lebenslagen, darum gegenseitig Rücksicht zu nehmen. Hierzu gehört z.B. auch Lärm oder das achtlose Vermüllen bei den Wertstoffsammelstellen oder anderen Plätzen. Auch hierzu gehen regelmäßig Beschwerden ein. Die Beseitigung der Verschmutzungen belasten letztendlich zusätzlich  die Abfallgebühren der großen Mehrheit der Bürger, welche sich ordnungsgemäß verhalten. Bei Meldungen über Lärm kann die Gemeindeverwaltung ohne Nennung von Namen nichts machen. Werden auch Namen genannt, so können wir die Personen ggf. ansprechen. Aus rechtlicher Sicht kann die Gemeinde bei Lärmproblemen in den allermeisten Fällen nichts unternehmen, da die Zuständigkeit für Immissionen beim Landratsamt liegt und es sich meist um privatrechtliche Vergehen handelt, was auch die Handlungsmöglichkeiten des Landratsamtes einschränkt, da sowohl die Gemeinde als auch das Landratsamt für öffentliches Recht zuständig sind.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die gegenseitige Rücksichtnahme in allen Lebenslagen, und bei Bedarf eine unmittelbare Ansprache, der für alle Seiten beste Weg ist. Oder in anderen Worten „leben und leben lassen“.

Ihr Josef Oswald, 1. Bürgermeister