Archiv des Autors: b-kreutzer

Siedlungsbau in Glonn ab 1949

Zinneberger Siedlung
Am Kupferbach
Mühlweg und Keltenweg
Quellenstraße
Forellenstraße/Mühlthal
Wetterling
Haslach
Grottenweg/Hochfeld
An der Feldkirchner Strasse/MattenhofenerSiedlung
Am Berg
Am Kugelfeld
Am Schmiedberg
Seestall
Herrmannsdorfer Landwerkstätten
Ortsmitte Nord
“Südlich der Zinneberger Straße”- Adolf-Kolping-Straße
Westlich der Kastenseestraße
Steinhausen
Wetterling – Spitzentränkbogen
“Südlich der Rotterstraße” – Bernesterfeld
Postanger
Zwischen Rotter und Wolfgang-Koller-Straße
Nördlich der Rotter Strasse – Franz Kaltner-Straße
Schlacht

 

 

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Orts-Chronisten

Die erste Chronik der Gemeinde Glonn verfasste der Lehrer und Gemeindeschreiber Johann Baptist Dunkes im Jahre 1860, im Jahre 1880 legte der Gemeindeschreiber und Lehrer Joseph Hecht ein weitere Chronik an, die von unterschiedlichen Verfassern zum Teil bis in die 70er Jahre weitergeführt wurde. Der Pfarrer Johann Baptist Niedermair verfasste im Jahr 1909 eine umfangreiche Chronik seiner Heimatgemeinde Glonn, die im Jahre 1939 erneut aufgelegt wurde und bis heute eine bedeutende Quelle der Heimatforschung darstellt.

Die Chronik des Lehrers Dunkes und den ersten Teil der Niedermair-Chronik finden Sie hier:

Chronik J.B.Dunkes
Niedermair Chronik Teil1

In unserer Zeit hat sich besonders Hans Obermair um die Erforschung und Darstellung der Glonner Ortsgeschichte verdient gemacht. Viele seiner Veröffentlichungen finden Sie hier:

Ortschonist Hans Obermair

Hans Huber, langjähriger Leiter der Schule in Schloß Zinneberg hat einen wichtigen Teil der Glonner Ortsgeschichte, nämlich die Geschichte Zinnebergs und seiner Besitzer, für den Interessierten erforscht und in Worte gefasst.  Seit einiger Zeit können Leser des Marktschreiber diese Geschichte von Ausgabe zu Ausgabe verfolgen, bald ist sie hier auch digital abrufbar. Aus aktuellem Anlass finden sie hier eine Ergänzung zu seinem Artikel aus der September Ausgabe.

Ortschronist Hans Huber

Auch Konstanze Kilger, Journalistin und langjährige Redakteurin des Glonner Marktschreiber hat sich mit der Glonner Ortsgeschichte befasst. Ihre Veröffentlichungen zum Hochwasser 2002 und der Stegmühle finden Sie hier:

Konstanze Kilger

 

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Die Zinneberger Siedlung

Die Zinneberger Siedlung

Erster Bauabschnitt 1949

Im Hintergrund links die ersten Häuser der Zinneberger Siedlung ca.1950 Bild: Franz Hintermaier/Archiv                                      hier gehts zur Vergrößerung

Von 1840 bis 1930 war Glonn relativ moderat um nur 400 Einwohner gewachsen.  (Einwohnerstatistik 1840 bis 1952). Wer hier lebte, arbeitete zumeist auch im Ort, in der eigenen Landwirtschaft oder dem eigenen Handwerksbetrieb. Tagelöhner, Gesellen, Dienstboten und landwirtschaftliche Arbeiter lebten zumeist im Haus des Dienstherrn, Mietverhältnisse waren oft mit Arbeitsverhältnissen verknüpft. Die Wohnungsnot der Städte war in Glonn kaum zu spüren.  Das änderte sich schlagartig, als bereits während des 2.Weltkrieges, durch den Zuzug von „Ausgebombten“ aus der Stadt, aber vor allem nach Ende des Krieges die Bevölkerung durch „Heimatvertriebene“ um fast 75% wuchs: aus 1605 Einwohner im Jahr 1933 wurden 2877 im Jahr 1946.

Wohnungsmangel und beengteste Wohnverhältnisse prägten auch in Glonn, wie in allen anderen Gemeinden des Landkreises die ersten Jahre nach dem Krieg.  Wenn auch viele der neuen Mitbürger nach und nach Arbeit und Auskommen in und um Glonn fanden, so gab es doch für Alt- und Neu-Glonner viel zu wenig Wohnraum. Daran konnte auch die strenge Wohnraumbewirtschaftung nichts ändern, nach deren Regeln ein Wohnraum mit 2 Personen belegt werden konnte und musste, nur Zimmer unter 10 qm und Küchen zählten nicht zum Wohnraum. Bei der Wohnraumzählung in Bayern im Dezember 1945 ergaben sich für Glonn 1769 Wohnräume, bei 2866 Menschen die in Glonn lebten. In diesen Wohnräumen waren zusätzlich zur einheimischen Bevölkerung 858 Flüchtlinge oder Evakuierte untergebracht. Ungefähr 300 Menschen lebten darüberhinaus in Gemeinschaftsunterkünften und Sammellagern, so z.B in der Turnhalle, dem Bahnhofsgebäude, im Gasthof Post, beim Huberwirt und in der Knabenschule. Vor allem die Belegung der Knabenschule bedurfte dringend einer Lösung, da 500 Schulkinder im Jahre 1946 in nur 2 freien Schulsälen unterrichtet werden mussten. Der Unterricht wurde in 6 Abteilungen durchgeführt, die täglich nur jeweils 2 Stunden Unterricht hatten.

Als ein Beispiel für die durchaus übliche Belegung von Wohnraum sei das Haus Nummer 6 ½  – heute Prof. Lebsche Strasse 22  – genannt: hier erhob die Gemeinde  im Januar 1947 Einspruch gegen die Beschlagnahme von einem der beiden Räume, die die Besitzerin und ihr 17 jähriger Sohn bewohnten; In dem Haus waren bereits 4 Familien mit insgesamt 14 Personen untergebracht waren und wie die Gemeinde  schrieb, sei  auch die Küche der Hausbesitzerin  viel zu klein, um ein Bett hineinzustellen auf dem der Sohn gegebebenfalls schlafen könnte.

Im April 1949 führte die Gemeinde noch einmal eine Wohnraumzählung durch – hier wurden nur die freien Wohnräume gezählt – daraus ergaben sich 46 Wohnräume, die meisten um die 15 qm gross, in der Regel ohne Heizmöglichkeit.

Auch wenn die Vorgaben der Militärregierung zur Registrierung und Belegung gewissenhaft befolgt wurden – auch weil die Sanktionen empfindlich waren –  und nahezu jeder Wohnraum wie vorgeschrieben belegt wurde, so war doch schon sehr bald ersichtlich, dass ohne vermehrte Neubauten die neuen Mitbürger nicht untergebracht werden konnten. Zu diesem Zwecke mussten Grundstücke gefunden, die zu erschwinglichen Preisen an Bauwillige abgegeben werden konnten. Da die Gemeinde nur Waldgrundstücke besaß, und in den Kassen kaum Geld für Neuankäufe war, versuchte man über Grundstückstausche an neue Siedlungsfläche zu gelangen.

Im Gemeinderat kam das Thema Siedlungen am 21.10.1948, vier Monate nach der Währungsreform, zum ersten Mal offiziell zur Sprache. Die Gemeinde überlegte, ein gemeindliches Waldgrundstück an der Straße nach Frauenreuth als Siedlungsgebiet auszuweisen,  die  Gemeinderäte Wacht und Kranner wurden beauftragt, die Möglichkeit der Erschließung zu eruieren.

Am 16.12.1948 schenkten die Geschwister Max und Klara Lebsche der Gemeinde ein 3000 qm grosses Grundstück mit der Auflage Wohnraum zu schaffen; dieses Grundstück wurde von der Gemeinde im März 1949 verkauft, der Erlös von 1000,- floss in die Erschließung des neuen Baugebietes.

Am 11.1.1949 beschloß die Gemeinde dann, das Waldgrundstück an der Frauenreuther Strasse mit der Pfarrpfründestiftung zu tauschen, diese gab dafür ein Teilgrundstück an der Zinneberger Strasse – damit war der Standort der neuen Siedlung gewählt.

Im März beschloss der Gemeinderat ein Baugrundstück des neuen Siedlungsgebietes der Wohnungsgenossenschaft Ebersberg in Erbpacht zu überlassen,  um darauf ein Mehrfamilienhaus zu errichten, das nur an Glonner vermietet werden sollte. Im September 1949 wurde das Grundstück verkauft und Glonn trat der Wohnungsgenossenschaft mit einem Anteil bei.

Im Juli 1949 wurde der Bebauungsplan, den Baumeister Landthaler erstellt hatte, den Behörden vorgelegt und am 24. November verzeichnete das Gemeinderatsprotokoll bereits die ersten 6 Käufer der insgesamt 11 Parzellen zu einem Preis von 0,50 DM pro qm. Zusätzlich musste der Bewerber die Straßenbaukosten übernehmen, die ungefähr noch einmal die Hälfte des Kaufpreises betrugen, und sicherstellen, dass das neue Haus bis zum 1.1.1952 fertiggestellt wird, andernfalls das Grundstück an die Gemeinde zurückfallen würde.

Die Straßenbaukosten streckte die Gemeinde vor, und um die Trinkwasserversorgung zu gewährleisten, erwarb die Gemeinde die Quelle in Ursprung und verlängerte die Trinkwasserversorgung von Herrmansdorf bis zur neuen Siedlung. Bereits 1950 standen 7 von 11 geplanten Häusern, davon ein 6-Familienhaus, das die Wohnbaugenossenschaft Ebersberg erbaute und an Glonner Familien vermietete. Am 24.8.1950 wurde beschlossen, dass die neuen Häuser die Hausnummern „Glonn Siedlung“ Hs Nr.1 bis 11 erhalten sollen.

2. Bauabschnitt

Bild 3 Von Nordosten Bebauung bis Einmündung Arcostraße. Das Haus rechts im Bild war bis in die 60er Jahre eine von mehreren Unterkünften italienischer Gastarbeiter einer Glonner Baufirma.

Bilder: F.Hintermaier/Archiv 

1950 waren die ersten 11 Häuser der Siedlung Zinneberg bewohnt, aber an der Wohnungsnot in Glonn hatte sich dadurch natürlich noch nichts geändert. Am 18.Mai 1951 wendete die Gemeinde sich wiederholt an die Pfründepachtstelle Regensburg mit der Bitte um Überlassung des restlichen Teilgrundstückes. Als Begründung für die Dringlichkeit der Angelegenheit schilderte der Gemeinderat eindrücklich: „es sind immer noch 6-8 Elendswohnungen vorhanden bei denen 6-8 Personen in einem Raum leben müssen. Außerdem sind alle einigermaßen für Wohnzwecke geeigneten Räume beschlagnahmt und belegt. Um diesem Elend, den sittlichen Gefahren einigermaßen Herr zu werden, ist der Marktgemeinderat bemüht, den Siedlungsbau in jeder Weise zu fördern“.

Doch erst ein Jahr später konnte die Gemeinde den Grund für den 2. Bauabschnitt an der Zinneberger Straße im Erbbaurecht kaufen. Da die Gemeinde selbst nicht Bauträger sein durfte, beschloss man, die Bebauung des Geländes dem Kath. Siedlungs-und Wohungsbauwerk der Erzdiözese München Freising zu überlassen und in den aufzustellenden Bebauungsplan auch das Restgrundstück aufzunehmen, das zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht im Besitz der Gemeinde war. Als Straßensicherungskosten wurde 0,25 DM pro qm der Siedlerfläche bestimmt, das Abwasser sollte durch eine Kanalisation in die Abwassergräben laufen, die benötigten 300 Meter Betonrohre dafür bezahlte die Gemeinde, unter der Bedingung, dass die Kanalisation danach in den Besitz der Gemeinde übergehe. Diese Kanalrohre mit einem geringen Durchmesser lagen nicht sehr tief und nahmen die größtenteils ungeklärten häuslichen Abwasser auf, um sie in die Glonn bzw. in den Schrankenbach zu leiten. Erst im Jahr 1961 plante die Gemeinde eine allgemeine Ortskanalisation mit Klärwerk, die damals bestehenden Entwässerung beschrieb der planende Ingenieur in seinem Erläuterungsbericht

Im Oktober 1953 beschließt die Gemeinde außerdem, sich selbst als Bewerber beim Siedlungswerk zu melden, um ein Haus mit 2 Wohnungen zu bauen, die den Gendameriefamilien zur Verfügung stehen sollen.

Der Bau der vom Siedlungswerk geplanten 8 Doppelhäuser ging nur stockend voran, weil die zugesagten Fördergelder der Bayerischen Staatsregierung immer wieder ausblieben, und die Genehmigung der Kanalisation in den Schrankenbach Schwierigkeiten machte, wie die Ebersberger Zeitung 1954 berichtete, sodass 1955 erst 5 der 8 Doppelhäuser errichtet und bezogen waren. Auch wenn, wie die EZ schreibt, in allen Häusern je 2 Familien Platz finden, so gab es doch auch im Jahr 1954 noch 98 Baubewerber in Glonn. Als 1959 auch in der Fuggerstraße geteert wurde, standen auf 18 Grundstücken 16 Häuser und ein Mehrfamilienhaus, jeder Besitzer wurde mit 1 DM pro Meter an den Teerungskosten beteiligt.

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Bildergalerie Volksfest 1953

Fremdenverkehrsprospekte von Glonn

Der erste Fremdenverkehrsprospekt stammt aus dem Jahr 1908, wurde vom Kultur- und verschönerungsverein herausgegeben und lobte Glonn als Sommerfrische und Luftkurort, als “Veilchen, welches im Verborgenen blüht”, in nur “5 Wegstunden, eindreiviertel stündiger Radfahrt oder eineinviertel stündiger Bahnfahrt von München” aus zu erreichen.

Der nächste Fremdenverkehrsprospekt erschien 1933 oder 1934, die Fotografien stammen alle aus dem Fotoatelier Hintermaier:

Im Jahr 1954 konnte der Fremdenverkehrsverein unter anderem aus dem Erlös des Frühlingsfestes 1953 neue Prospekte drucken lassen.  Der Entwurf und die Linolschnitte stammten vom Künstler Rolf Ege, einem Münchner Künstler und Grafiker. Die Texte verfasste Wolfgang Koller, gedruckt wurden 8000 Stück.

 

1954 Einzug des Landrats Dr.Streibl und Bürgermeister Johann Eichmeier

Das Kaufhaus Obermaier und der Aufgang zur Kirche.

Links ein Ausschnitt aus dem Prospekt, rechts beim Einzug des Bürgermeisters zum Volksfest 1953

 

 

Den ganzen Prospekt finden Sie hier:

Im Jahr 1965 berichtete der Kulturverein, dass die letzten Prospekte verbraucht seien und beschloss eine Neuauflage bzw. eventuell einen neuen Prospekt herauszubringen, für dessen Bilder auch ein Farb-Foto-Wettbewerb veranstaltet werden sollte. Leider gibt es keine Unterlagen oder gar Fotos aus diesem Wettbewerb. Anfang der 70er Jahre wurde dann der neue Prospekt herausgegeben, mit einer Glonnerin als Titelschönheit!

Den ganzen Prospekt finden Sie hier

Das erste Volksfest nach dem Krieg

Der 1952 wiedergegründete Verkehrs- und Verschönerungsverein organisierte für den Mai 1953 ein 9-tägiges Volksfest mit gleichzeitiger Landmaschinen- und Gewerbeausstellung. Festwirt des 1200 Gäste fassenden Zeltes war Hans Wagner, der Wirt der Gaststätte Huber und Inhaber der gleichnamigen Metzgerei; ein beeindruckendes Aufgebot an Schaustellern und Rahmenprogramm wurde auf die Beine gestellt. Mit dabei waren ein Kettenkarussell, ein Autoscooter, ein Kinderkarussell, und eine Schiffschaukel, ein “moderner Eispalast”, ein Alpenschützenhaus, 2 Schießbuden, ein Städteblinker und  Schlaghammer, wie der beauftragte Veranstalter Georg Trifellner ankündigt. Mit dem Erlös sollte der neue Fremdenverkehrsprospekt finanziert werden. Und tatsächlich strömten trotz schlechten Wetters zehntausende Menschen auf die Festwiese.

Die Festwiese 1953 mit Riesenrad

Nachdem der Festwirt, die Kapelle, die Vereine und einzelne Berufsgruppen auf geschmückten Wagen eingezogen waren, nach Standkonzert und Ansprachen, ließ man sich im Festzelt von der Blaskapelle „Otto Ebner“ des bayerischen Rundfunks, vom Roider Jackl und Georg Blädl  unterhalten, wählte eine Schönheitskönigin, fuhr auf dem Riesenrad, Kettenkarussell, oder Autoscooter, bewunderte die Artistengruppe „Rilke“ die auf einem Hochseil vom Marktplatz zum Kirchturm ihre Kunststücke zeigte. Der Bauerntag, sowie der Tag der Heimatvertriebenen, mit prominenten Rednern, eine Gewerbeausstellung im Schulhaus und die Landmaschinenausstellung zogen weitere tausende Besucher an. Das Volksfest wurde ein großer Erfolg, das Ziel des Verkehrsvereines, den Fremdenverkehr zu unterstützen wurde erreicht: durch den Erlös konnten 8000 Prospekte gedruckt und verteilt werden – und im Jahresbericht 1954 konnte der der Verkehrsverein dann von einem Anstieg der Übernachtungen auf 7346 gegenüber 1200 im Jahre 1952 berichten!

Hier gehts zur Bildergalerie: Alle Bilder: Kulturverein Glonn

 

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Kaufvertrag vom 20.2.1858

Kaufvertrag

Zwischen Johann Sedlmair Zimmermeister von Glonn und Jodeph Angerer Krämmer von da

Es erscheinen Obige und geben nachstehenden Kauf zu Protokoll

Joseph Angerer erkauft das Zimmermeister Anwesen bestehend in 1/16 Gütl von 5 Tagwerk Gründen um die Summe von 4250 fl / viertausendzweihundertfünfzig Gulden / unter nachstehenden Bedingungen:
1.
Beim Hause verbleiben die ganze Küche, sämtliches Futter. Eine Windmühle, die Gsottbank, 6 Hühner, 1 Schubkarre, die vorhandenen Schaufeln und Gabel, dann eine Holz und Spansäge und der Düngerhaufen.
2.
Von der Kaufsumme zu 4250 fl werden am Verbriefungstage 2900 fl bar erlegt und die restlichen 1750 fl nach einem halben Jahre vom 28.Februar 1858 an.
3.
Als Reugeld bedingen sich beide Theile die Summe von 100fl.
4.
Die aus diesem Kaufe erlaufenden Gerichtskosten übernimmt der Käufer, jedoch ohne Ablösungskosten, welche nach Erklärung des Verkäufers schon bezahlt sind.
5.
Die Auträglerin Maria Beham bleibt auf dem Anwesen unter der Bedingung des Vertragsbriefes vom 30ten April 1838 und entschlägt sich der Käufer jeder Zahlungspflicht als Hypothek und Currentschulden
Hiemit nach Verlesen geschloßen und unterzeichnet
Glonn am 20.Febr.1858

Kath.Sedlmair
Joh. Sedlmair
Joseph Angerer

Gruber Vorsteher
I.Wimmer Pfleger

 

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